Das Bild zeigt das Fritz-Erler-Haus

Bildungsgemeinschaft
Rurland e. V. Düren

Mitglied der sozialistischen
Bildungsgemeinschaften
Nordrhein-Westfalen

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Geschichte der Bildungsgemeinschaft Rurland

"Wissen ist Macht, Macht ist Wissen". Dieser Satz wird Wilhelm Liebknecht zugeschrieben und die Geschichte der Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert ist eng mit der Bildungsfrage verbunden. So entstanden zahlreiche Arbeiterbildungsvereine, welche die Emanzipation der Arbeiterschaft förderten. Die Arbeiter sollten durch Weiterbildungsseminare ihre politische und ökonomische Situation erkennen und zu aktivem Handeln befähigt werden.

Ein Meilenstein war 1907 die Gründung des ersten Zentralausschusses der sozialistischen Bildungsgemeinschaften. Nachdem dieser 1933 - wie viele andere demokratische Bildungseinrichtungen - zerschlagen wurde, regte dieser die Gründung sozialdemokratisch orientierter Bildungsvereine auf lokaler Ebene an.

So trafen im Oktober 1958 Dürener Sozialdemokraten zusammen und riefen die Bildungsgemeinschaft Rurland e. V. ins Leben. Vorstandsmitglieder der ersten Stunde waren Paul Szukala, Hans Frenken, Michael Latz und der damalige Bundestagsabgeordnete Hans Iven.

Der Seminarschwerpunkt lag in den ersten Jahren auf der Kommunalpolitik, später kamen aktuelle politische Themen hinzu. So wurde über die Ostpolitik und internationale Themen diskutiert, auch Rhetorikseminare gehörten zum Programm. Die Beschäftigung mit europäischen Themen führte zu Studienreisen in osteuropäische Länder und die damalige DDR, was vor einigen Jahrzehnten noch mit großem Aufwand verbunden war.

In den 70er Jahren wurde in Düren ein Bildungszentrum eingerichtet, hinzu kamen Wochenendseminare in der Eifel oder im Bergischen Land. Als das Gebäude an der Josef-Schregel-Straße abgerissen werden sollte, wurde ein neues Haus in der Holzstraße erworben, welches auch heute noch Sitz der Bildungsgemeinschaft ist. Am 1. Mai 1980 wurde das Fritz-Erler-Haus eingeweiht.

In den folgenden Jahren wurden die Seminare um Themen zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen erweitert. In den 90er Jahren kamen die Bildungsreisen hinzu. Mit den entsprechenden Länderseminaren wurden Ziele mit kulturellem und geschichtlichem Hintergrund in unseren europäischen Nachbarländern besucht. Hinzu kamen Tagesexkursionen zu kulturgeschichtlich interessanten Orten. In den Jahren 2001 - 2007 hat die Bildungsgemeinschaft Qualifizierungsseminare von Kommunalpolitikern aus Bosnien-Herzegowina und Serbien durchgeführt.

Die Bildungsgemeinschaft Rurland setzt ihre bewährte Arbeit mit Seminaren, Exkursionen und Bildungsreisen fort und wird auch künftig zur politischen Weiterbildung ihrer Mitglieder und Freunde beitragen.

Herzlichst


Norbert Metzker - Vorsitzender -